Samstag, 5. September 2015

Für Werner May



Wo gehört sie hin?

Hat so viele Wurzeln
Und keine Erde

Noch finden Worte
In ihr
Gedanken

Werfen ein Netz aus
Fangen Gefühle
Morgenröte und einen Weg

Der eigene Herzschlag
Ihr Labyrinth

***


passt

passt wie faust
aufs auge oder auf dem tisch
gelegt
die wahrheit findet sich
wenn man strebt

man muss streben
nicht mit sterben verwechseln
wachsen
hexen vergessen
hassen wenn es nicht anders geht
alles geht vorbei
die liebe bleibt



Was hat dich an diesem Gedicht besonders angesprochen?

Als ich den Text von Werner bekam, dichtete ich meine Antwort darauf. Die Wurzellosigkeit, die mich als moderne Europäerin teilweise ausmacht war ausschlaggebend. Es entstehen in dieser Umgebung der Grenzlosigkeit neue Kommunikationswege und Sprachen. Ich vertrete die Generation der neuen europäischen Nomaden, die sich durchgehend in Bewegung befinden. Aus meiner Sicht entscheidet der Mut, etwas neues daraus zu schöpfen und das Durchhaltevermögen bei sich zu bleiben und den Verstand nicht zu verlieren.










Was ist bisher deine kreativste Leistung


Grundsätzlich stellt sich für mich die Frage woran man Kreativität messen kann. Ich leite momentan zwei Lesebühnen in Leipzig und habe einen Blog gegründet, wo ich mit mir bekannten drei Sprachen jongliere: polidenglish.blogspot.de. Ich bewege mich immer noch und immer gerne in Kleinkunstbereich. Das größte Publikum erreichte ich durch die Mitarbeit an einer ARTE-Produktion „Vergessene Völker Europas: Die Kaschuben“. Den besten Selbstwertgefühl brachte mir der Auftritt mit meiner Band zu der Eröffnung des Deutsch-Polnischen Literatursalon zur Leipziger Buchmesse 2015.



Was sagen andere über dich?


In den Literaturkreisen in Leipzig bezeichnen mich die Kollegen als „Femme Fatale“. Meine Eltern nennen mich „unsere Künstlerin“.








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